Es ist zwar nicht direkt eine Weihnachtsgeschichte, aber das, was mein ungarischer Freund György Agósc mir kurz vor Weihnachten zu erzählen hatte, gefiel mir so gut, dass ich es hier all meinen Kakteenfreunden weitergeben möchte.
Hallo Willi,
wenn Du ein wenig Zeit hast, so wollte mal jetzt
eine kleine Geschichte erzählen.
Es geht um dein neues Sulco Buch. Wie ich damals erzählt habe, ich habe das Buch
bestellt, war sofort begeistert, so ein Kakteenbuch habe ich noch nie gesehen,
alles im positiven Sinne.
Dann habe ich auch in der ungarischen
Kakteengesellschaft dafür geworben, manche sind deshalb DKG Mitglied
geworden.
Dann habe ich das Buch im August auch zu unserer
debrecener Kakteenausstellung mitgenommen, wir haben ja schliesslich in Ungarn 2
Kakteengesellschaften (!!! frag mich nicht warum).
In Debrecen ist eine Gesellschaft seit 1971 tätig,
sie haben viele Mitglieder, da in Debrecen jedes Jahr eine Blumenfestival
stattfindet, dazu kommen jedes Jahr viele tausende Zuschauer aus ganz Ungarn,
also dort haben wir auch eine schön große Ausstellung, dieses Jahr waren 44
Aussteller und mehrere tausend Besucher.
Dort habe ich das Buch herumgereicht, da waren auch
einige Sammler schwer begeistert.
Ich wollte nur wirklich dass die Leute das Buch
sehen, so geht es auch. Warum erzähle ich das?
Zum Schluss bei der Ausstellung stellte sich
heraus, dass mein Buch irgenwie abhanden gekommen ist
Da war ich aber schwer enttäucht.
Also das habe ich nicht gedacht, dass das Buch
jemanden so sehr gefällt.
Wir haben natürlich jeden gefragt,
nichts.
So, jetzt musste ich zusehen, dass ich das Buch
irgendwie nochmal bekomme.
Inzwischen habe ich gehört, dass es mit dem Buch
immer knapper wird bei der DKG.
Ich habe mehreren Kandidaten gehabt, die mir
zugesagt haben, jaja, sie bestellen für mich.
Dann habe ich aber nie eines bekommen, ich denke,
wo sie dann das Buch selber durchgeblättert haben, sind sie auch auf andere
Gedanken gekommen.
Schliesslich habe ich das Buch jetzt durch einem
Kakteenfreund aus Bautzen die dieses Jahr aus
Deutschland bei mir waren besorgt.
Ich habe Heute erhalten und wirklich umgearmt .
So die kleine Geschichte ist zu Ende, so kannst Du
mal sehen, wie begehrt dein Buch ist.
Agócs György
30.10.2011
Im Novemberheft von "Kakteen und andere Sukkulenten" wurde meine Erstbeschreibung von Sulcorebutia tiraquensis var. huanacuniensis veröffentlicht. Als Holotyp für diese Varietät wurde die Pflanze G183 Klon 8 hinterlegt (Bild oben).
Leider haben sich in der Tabelle am Ende des Artikels zwei Druckfehler eingeschlichen. Dort sollte "S. tiraquensis var. totorensis" stehen und nicht "torotensis". Ich bitte dies zu entschuldigen.
26.1.2011
die neue 7. Auflage ist fertig und kann ab der ersten Februarwoche bestellt werden. Bezieher früherer Auflagen erhalten am Wochenende automatisch eine entsprechende Info per Email (falls die Email-Adresse noch stimmt). Aus Kostengründen werden keine schriftlichen Infos verschickt. Ich verweise hier auf unsere Kleinanzeige in KuaS Heft 3.
Die neue Auflage enthält eine sehr große Zahl neuer Feldnummern, 2 ganz neue Listen und zahlreiche neue Cross-Referenzen. Trotzdem beträgt der Umfang des Kompendiums nur 123 Seiten, also 6 Seiten mehr als die 6. Auflage. Das konnten wir erreichen, weil wir auf Bilder verzichtet (wir dachten, in unserem neuen Sulcorebutiabuch gibt es genügend Bilder) und den freien Raum konsequent genutzt haben.
Dadurch und durch weitere Sparmaßnahmen ist es uns auch gelungen, die 7. Auflage zum gleichen Preis wie die 6. Auflage anbieten zu können. Wie immer, erhalten Bezieher der letzten Auflage das Kompendium zu einem Sonderpreis.
Achtung!
nachdem wir den Druckauftrag für das Kompendium erteilt
hatten, erreichte uns die Nachricht, dass eine Pflanzenpopulation, die wir als
S. azurduyensis v. mandingaensis beschreiben wollten (das Manuskript war schon
bei der KuaS–Redaktion eingereicht), in der tschechischen Zeitschrift Kaktusy
Heft 1/2011 (erscheint im Februar) als S. sormae beschrieben wird. Wir haben
daraufhin unser Manuskript zurückgezogen. Folgedessen gilt im Kompendium für
die Feldnummern, die als S. azurduyensis v. mandingaensis nom. prov. bezeichnet
sind, der Name Sulcorebutia sormae.
Es tut uns leid, aber es war zu spät, das noch zu ändern.
24.10.2010
Korrigenda
Man kann sich noch so viel Mühe geben - Fehler kommen leider trotzdem vor. Nun tauchen auch die ersten Fehler in unserem Buch auf. Wir wollen diese nicht vertuschen oder unter den Tisch kehren, sondern sie an dieser Stelle aufzeigen und die Korrektur dazu liefern. Sollten Sie, lieber Besucher dieser Seiten einen Fehler entdecken, bitte melden Sie sich und machen Sie uns darauf aufmerksam.
S. 33: auf dieser Seite und bei den Bildern zu S.
steinbachii v. markusii wird mehrfach die Ortschaft Sivingani erwähnt.
Auf manchen Karten findet man diese Schreibweise, auf anderen und auch
in Google Earth wird die Ansiedlung "Sivincani" geschrieben. Beides ist
richtig.
S. 299/301: hier wurde ein halber Satz unterschlagen. Korrekt ist: Bei letzterer muss angemerkt werden, dass sich dieser Name nicht aufdie Cuesta de Sama
15. Oktober 2010
Vermutlich ist es einem Großteil der Besucher dieser Seiten schon längst bekannt, dass die neue Sonderpublikation der "Deutschen Kakteengesellschaft" mit dem Titel: "Sulcorebutien - Kleinode aus Bolivien" erschienen ist. Dieses Buch mit 322 Seiten und fast 1400 Farbbildern ist der 5. Band dieser attraktiven Reihe für die Kakteen- und Sukkulentenfreunde. Leider ist es nur für Mitglieder der DKG, GÖV und SKG erhältlich und auch nur in einem Exemplar pro Mitglied. Es sind wohl rechtliche Gründe, die es verbieten, das Buch einem größeren Kreis anzubieten. Uns als Autoren wurden einige Gratisexemplare zugestanden, die wir aber benötigen um den Leuten unseren Dank abzustatten, die uns bei der Zusammenstellung dieses Buches geholfen haben. Das heißt, wir sind nicht in der Lage zusätzlich Bücher zu verkaufen oder zu besorgen. Meine Empfehlung wäre: Mitglied der "Deutschen Kakteengesellschaft" werden. Das wäre für uns, die Autoren und für die Verantwortlichen der DKG die beste Belohnung für ihre Mühen.
Die ersten Stimmen zu unserem Buch in Internetforen, über Email oder per Post sind sehr positiv bis fast euphorisch, was Wolfgang Latin und mich natürlich sehr freut. Aus diesem Grund ist es uns ein Anliegen klarzustellen, dass dieses Buch nur möglich geworden ist, weil der Präsident der DKG, Herr Andreas Hofacker uns vor fast 2 Jahren gebeten hatte, die Kakteen der Gattung Sulcorebutia in einem Buch möglichst umfassend mit Bildern darzustellen. In seinen Händen lag schließlich auch die gesamte Organisation und die abschließende redaktionelle Bearbeitung. Der enorme Umfang des Werkes mit einer so großen Zahl an Farbbilder war machbar, weil das verstorbene Ehepaar Rudolf und Irmgard Oeser der Deutschen Kakteengesellschaft einen größeren Geldbetrag gespendet hatte, womit ein Großteil der Kosten gedeckt werden konnten und der geradezu "lächerliche" Preis gehalten werden konnte. Ein ganz großes Lob schließlich geht an Konrad Herm, dem die Gestaltung und die Produktion dieses Buches oblag. Man kann seine Leistung überhaupt nicht hoch genug einschätzen, denn es bedeutete einen unglaublichen zeitlichen Aufwand, fast 1400 Bilder zu bearbeiten, ordnungsgemäß zusammenzufassen und entsprechend innerhalb des Buches zu platzieren. Ihm müssen wir, die Autoren und alle Kakteenfreunde, die dieses Buch vielleicht schon in Händen halten oder es vielleicht in den nächsten Tagen bekommen, sehr dankbar sein.
1. September 2010
Vitanal sauer/kombi
Inzwischen kann es als erwiesen angesehen werden, dass Vitanal sauer/kombi den gefürchteten "Schwarzen Pilz" erfolgreich bekämpft. Dieses Mittel kann als absolut ungefährlich angesehen werden (es stinkt halt), obwohl es eine geringe Menge Salpetersäure enthält. Vielleicht ist das sogar das Geheimnis des Erfolgs, denn der sehr niedrige pH-Wert entzieht wahrscheinlich dem Pilz (weiß eigentlich jemand genau, was dieser ominöse "Schwarze Pilz" genau ist?) die Lebensgrundlage.
Sowohl in meiner Sammlung (hauptsächlich bei S. camargoensis), als auch in der Sammlung von Hansjörg Jucker - und der hatte enorme Probleme mit dem Pilz bei Aylostera, Lobivien und bei manchen Sulcos - ist der Pilz ausgerottet. Ich bin bei der Bekämpfung wie folgt vorgegangen: Die betroffenen Pflanzen werden einige Wochen lang mehrmals mit einer wässrigen Lösung (bis zu 30ml/Liter) von Vitanal sauer/kombi kräftig gesprüht. Bei besonders hartnäckigen Fällen habe ich die infizierten Stellen zu Beginn der Behandlung mit einer Lösung von 10ml Vitanals in 90ml Wasser bepinselt.
Mai 2010
Leider habe ich momentan nicht die Muse, meine "Wer bin ich" Seite neu zu gestalten. Deswegen hier erst einmal ein paar Sätze zur aktuellen Entwicklung.
Ursprünglich hatte ich geplant, aus Altergründen meine Frühbeete auf Garage und Schuppen in den nächsten Jahren nach und nach zu eliminieren und alle Sulcos zu ebener Erde unterzubringen. Die Umstände haben mich nun gezwungen, diesen Prozess etwas zu beschleunigen und ich kann heute verkünden: auf dem Dach der Garage stehen keinerlei Kakteen mehr. Schon im letzten Jahr habe ich das Gewächshaus im Garten weitgehend geleert indem ich mich von einem Großteil meiner Propfungen getrennt habe. Das ergab Platz für über die Hälfte aller Pflanzen, die in den Frühbeeten auf dem Garagendach standen (und es hat mir einige Euros an Heizkosten eingespart). Vor Ostern habe ich nun ein neues Frühbeet mit einer Stellfläche von 300 mal 100 cm gebaut. Dieses steht vor dem dunklen Flechtzaum, den man auf dem Winterbild der "Wer bin ich" Seite unten links sieht, neben der Garage. Die Sulcos erhalten zwar nicht mehr ganz soviel Sonne wie vorher, aber ansonsten ist dieser Stand ideal. Von den Frühbeeten auf dem Garagendach sind einige schon abgebaut, die Heizungen etc. sind schon komplett demontiert und der restliche Rückbau erfolgt im Laufe des Jahres. Mein Ziel ist es auch die Frühbeete auf dem Schuppen zu räumen, aber das hängt von unterschiedlichsten Faktoren ab, wie schnell das gehen kann. An dieser Stelle schon einmal ein Bild des neuen Frühbbeetes.
25.2.2010
Achtung: Vitanal
für Informationen und zum Bestellen von Vitanal gibt es eine neue Internetadresse:
Ab sofort stehen auf der Seite "Kontakt" (ganz unten) einige Artikel unter meiner Beteiligung aus Echinopseen zum Download bereit.
17.8.2007
Im "American Journal of Botany", einem
der weltweit renommiertesten Botanik-Journale, ist im Augustheft ein Artikel
von Frau Dr. Christiane Ritz und ihren Mitarbeitern erschienen, in dem die
Ergebnisse von DNA-Untersuchungen veröffentlicht werden, die an der Universität
Jena unter maßgeblicher Beteiligung der "Studiengemeinschaft
Südamerikanische Kakteen e.V." (SSK) durchgeführt worden sind.
Herausragendes Ergebnis dieser Studie ist, dass die Gattung Rebutia sensu Hunt
et al. nicht monophyletisch ist. Konkret wurde festgestellt, dass Aylostera und
Mediolobivia nicht näher mit Rebutia s.str. verwandt sind und dass Sulcorebutia/Weingartia
eine Schwestergattung von Rebutia ist. Rauschs Annahme, dass Mediolobivien
kleine Lobivien seien, konnte nicht bestätigt werden. Erstaunlicherweise hat
sich gezeigt, dass Aylostera und Mediolobivia, die ja schon seit Jahrzehnten
unter Rebutia geführt worden sind, weniger nah mit Rebutia verwandt sind als
die Sulcorebutia/Weingartia-Gruppe. Auch eine nahe Verwandtschaft von
Sulcorebutia/Weingartia mit Gymnocalycium konnte ausgeschlossen werden.
Bedeutsam für den Sulcorebutiafreund ist das Ergebnis, dass Sulcorebutien und
Weingartien (ebenso wie Cintia) auf Gattungsebene nicht zu trennen sind. Gleiches
gilt für Aylostera und Mediolobivia.
Wer sich näher mit den Ergebnissen dieser Studie beschäftigen will, kann den
Artikel gegen Gebühr von US$7,- von der Hompage des "American Journal of
Botany" herunterladen.
Sulcoseite von Claude Bourleau (in Französisch und Englisch) Claude Bourleau hat mit großem Aufwand eine sehr ansprechende Sulcorebutiaseite gestaltet. Neben vielen Bildern, übersichtlich nach Taxa gegliedert, findet man jede Menge nützlicher Informationen. Außerdem stehen verschiedene Veröffentlichungen in englischer und französischer Übersetzung und teilweise sogar im Originallayout zum downloaden zur Verfügung.